
Der Palast wurde Mitte des 16. Jahrhunderts von der Familie Jacobilli erbaut, die jedoch, da ihr Vermögen bereits vor Fertigstellung des Bauwerks aufgebraucht war, ihn 1583 an die toskanische Familie Rucellai verkaufte, welche den Florentiner Architekten und Bildhauer Bartolomeo Ammannati (1511-1592) mit der Fertigstellung des Gebäudes beauftragte. Ammannati gestaltete die Fassade zur Via del Corso und errichtete eine elegante Loggia mit Blick auf den Garten, deren Galerie in jenen Jahren von Jacopo Zucchi mit Fresken verziert und mit der Sammlung antiker Skulpturen der Fürsten Rucellai bereichert wurde.
Im Jahr 1629 wurde der Palast von den Caetani erworben, die im darauffolgenden Jahr Bartolomeo Breccioli beauftragten, die Fassade am Largo Goldoni umzugestalten, indem er rechts vom Portal im Bossenwerkstil des 16. Jahrhunderts Fenster hinzufügte und das Zwischengeschoss aufhob, das in ein zweites Stockwerk umgewandelt wurde. Um 1640 schuf der lombardische Architekt Martino Longhi il Giovane (1602-1656) die majestätische Treppe mit über hundert Stufen, die vom Portikus hinauf zur Loggia mit Blick auf den Innenhof führt – die als eines der vier Wunder Roms gilt – sowie den Aussichtsturm über dem Dach. Im Jahr 1776 ging das Gebäude in den Besitz der Familie Ruspoli über, die noch heute teilweise Eigentümerin ist. Der Palast weist breite, dreistöckige Fassaden auf, mit Fenstern mit Architrav im ersten Stock, mit dreieckigem Giebel im zweiten Stock und mit einfachem Gesims im dritten Stock; die Ecken sind mit Bossenwerk versehen.
Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten hielten sich in dem Palast auf, darunter der deutsche Komponist Georg Friedrich Händel, der hier das Oratorium „La Resurrezione“ komponierte und als Kapellmeister im Dienste der Fürsten Ruspoli tätig war; die ehemalige Königin der Niederlande, Hortensia, Stieftochter von Napoleon Bonaparte, mit ihren beiden Söhnen, von denen einer später Napoleon III., Kaiser der Franzosen, wurde.
Im Jahr 1812 beherbergte das Gebäude, insbesondere die Erdgeschosswohnung, das „Caffè di Bagnoli“, auch „Caffè Nuovo“ genannt, das von der besten Gesellschaft des 19. Jahrhunderts frequentiert wurde.
Heute ist das prestigeträchtige Gebäude Sitz der Fondazione Memmo und beherbergt bedeutende Ausstellungen.
Foto: webseite Palazzo Ruspoli
Doria Pamphilj Galerie

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Piazza di Spagna

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Trevi-Brunnen

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The most famous of the Roman fountains: a jewel of water and stone
Informationen
The Palazzo is a private seat. Only the first floor can be seen during temporary exhibitions.
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Location
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