


Der Entwurf des Foro Mussolini (heute Foro Italico) aus dem Jahr 1927, ein Werk des Architekten Enrico Del Debbio, sah auch den Bau einer Brücke über den Tiber vor, die das Stadtviertel Flaminio auf eindrucksvolle Weise mit dem berühmten Sportkomplex und dem „Stadio dei Cipressi“, dem heutigen Olympiastadion, verbinden sollte.
Im Jahr 1935 veröffentlichte das Ministerium für öffentliche Arbeiten daher eine Ausschreibung für die Planung und den Bau der Brücke. Unter den 18 eingereichten Entwürfen setzte sich der des Architekten Vincenzo Fasolo durch. Den Zuschlag für den Bau erhielt hingegen die Baufirma Aureli unter der Leitung von Ingenieur Antonio Martinelli. Die Arbeiten begannen am 21. Juni 1936, und die Brücke wurde am 26. März 1939 in Betrieb genommen.
Die aus Stahlbeton erbaute und vollständig mit Travertin aus Tivoli verkleidete Brücke ist 222 Meter lang und 30 Meter breit. Sie besteht aus drei Flachbögen mit einer Länge von jeweils 25 Metern, wobei der mittlere Bogen allein 100 Meter misst.
An den vier Ecken auf Straßenebene befinden sich Marmorpfeiler, die mit ebenso vielen Hochreliefs verziert sind, die von den Bildhauern Ercole Drei, Domenico Ponzi, Oddo Aliventi und Vico Consorti geschaffen wurden. Diese stellen Schlachtszenen aus dem Ersten Weltkrieg an den Flüssen Sile, Piave, Tagliamento und Isonzo dar und erzählen von den legendären Taten der 3. Armee unter dem Kommando des Herzogs Emanuele Filiberto von Savoyen-Aosta, der den blutigen Widerstand der italienischen Armee bei Caporetto anführte.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Gegend, in der die Brücke steht, bekannt für die „Fiumaroli“, charakteristische Gestalten, die die damals beliebten Badeanstalten besuchten und mit gewagten Mutproben im Wasser für Unterhaltung sorgten.
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